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Protokoll des Workshops "Die Web-Präsentation des BMBF Mathematikprogramms"
(11. / 12.10.2004)
Von 11. bis 12. Oktober fand der erste Workshop mit den Webbeauftragten der
Projekte der 4. Förderperiode am ZIB in Berlin statt.
Ablauf des Workshops
Mo, 11.10.2004
13:30 - Das BMBF-Mathematikprogramm im Web (M. Grötschel)
14:30 - Strukturierung und Präsentation der
Informationen der Projekte (W. Sperber)
15:00 - Pause
15:30 - Der Ansatz und die Werkzeuge zur Erstellung
der Web-Präsentationen der Projekte, Pläne für die Zukunft (R. Roggenbuck und W. Sperber)
18:30 - Ende; anschließend gemeinsames Abendessen
Di, 12.10.2004
09:30 - Das zentrale Portal und seine
Informationsdienste (R. Roggenbuck und W. Sperber)
10:30 - Konzept und Prototyp der Softwareplattform
des DFG-Forschungszentrum "Mathematik für Schlüsseltechnologien"
(U. Pöhle)
10:45 - Das Konzept des "Oberwolfach
Referenzzentrums für mathematische Software" (C. Gnörlich)
11:00 - Pause
11:30 - Abschlussdiskussion: Weiteres Vorgehen (M. Grötschel)
12:30 - Ende
Ausführliche Beschreibung
Am 11.-12.10.2004 fand am Zuse-Institut Berlin (ZIB)
ein Workshop zum Thema "Die Web-Präsentation des BMBF-Mathematikprogramms"
statt. Eingeladen waren die Projekte der laufenden (vierten) Förderperiode
des BMBF-Mathematikprogramms. Das Ziel des Workshops war die Diskussion und
Umsetzung eines am ZIB und am IWI Osnabrück
entwickelten Konzepts zur Web-Präsentation des BMBF-Mathematikprogramms.
1. Anliegen des Workshops
Eine qualitativ hochwertige Web-Präsentation der Projekte der angewandten
Mathematik ist wichtig für die
- öffentliche und innerinstitutionelle Bewertung der mathematischen
Forschung ("Öffentliches Geld wird sinnvoll ausgegeben")
- den Ausbau der Kooperation mathematischer Forschungsinstitutionen mit
Industrie und Dienstleistungen ("Was können die Mathematiker Sinnvolles
für uns tun?")
2. Eckpunkte der Web-Präsentation
Eckpunkte für die Web-Präsentation des BMBF-Mathematikprogramms sind:
- Die Web-Präsentation des BMBF-Mathematikprogramms soll umfassend
Informationen über das Programm und seine Projekte
bereitstellen.
- Die Zielgruppen der Web-Präsentation sind:
- Anwender aus Industrie und Dienstleistungen
- Entscheidungsträger aus Industrie, Dienstleitungen und Politik
- Mathematiker
- wissenschaftlicher Nachwuchs
- Öffentlichkeit und Journalisten.
- Die Web-Präsentation der Projekte muss für die verschiedenen
Zielgruppen einen einfachen und effizienten Zugang zu den relevanten
Informationen bieten.
3. Das Konzept der Web-Präsentation
Das Konzept der Web-Präsentation wurde im Rahmen des Math&Industry
Projekts (2001-2004) entwickelt und verabschiedet. M. Grötschel stellte
in seinem einleitenden Vortrag
Anliegen, Bedeutung und Konzept einer
umfassenden und qualitativ hochwertigen Web-Präsentation des
BMBF-Mathematikprogramms vor. Kernpunkte des Konzepts einer solchen
Web-Präsentation sind:
- Verteilter Ansatz
- Web Präsentationen der Projekte:
Jedes Projekt des BMBF-Mathematikprogramms erstellt eine
standardisierte Web-Präsentation seines Projekts.
Das Konzept sieht vor, die Informationen eines Projektes in 6
Gruppen mit jeweils mehreren Untergruppen zu strukturieren.
Die Gruppen "Projektübersicht", "Anwendungen und Projekte" sowie
"Beteiligte" erlauben einen schnellen Überblick.
Die Gruppen "Das Problem der Praxis", "Modellbildung und Modellierung"
sowie "Mathematische Behandlung" sollen das Problem und die im Projekt
erarbeiteten Lösungen detailliert darstellen.
Das Konzept für die Web-Präsentation sieht darüber hinaus vor, die
Informationen in den Untergruppen ebenfalls einheitlich zu
strukturieren.
- Portal und Zentrale Dienste:
Zentrale Dienste werten die Informationen der Projekte aus und
bauen daraus spezielle Informationsdienste (Mehrwertdienste) auf. Die
zentralen Dienste werden über das Portal der
Web-Präsentation des BMBF-Mathematikprogramms angeboten.
- Maschinell auswertbare Präsentationen:
Eine automatische Verarbeitung der Informationen der Projekte setzt
voraus, dass die Informationen (auch) in maschinenauswertbarer Form
angeboten werden. Dazu wird der Web Standard 'Resource Description
Framework' (RDF) http://www.w3c.org/RDF benutzt.
- Erstellungswerkzeuge für die Web Präsentationen:
Entwicklung von Werkzeugen, die eine einfache Erstellung der
Web-Präsentationen der Projekte ermöglichen.
- Verknüpfung mit anderen Diensten:
Die Web-Präsentation soll mit anderen Informationsdiensten, z.B.
Forschungsportalen verknüpft werden.
4. Die Web-Präsentationen der Projekte
Das Konzept für die Web-Präsentationen der Projekte wurde in dem
Vortrag von W. Sperber
am Beispiel des Projekts Umlaufplanung vorgestellt.
Die Werkzeuge zum Erstellen der Web-Präsentationen wurden im
Vortrag von R. Roggenbuck
im einzelnen diskutiert.
Für die Web-Präsentation der Projekte des BMBF-Mathematikprogramms
wurde ein Standard entwickelt. Der Standard sieht eine einheitliche
Strukturierung der Web-Präsentationen (Gruppen und Untergruppen),
einheitliche Bezeichnungen der Gruppen und Untergruppen, eine
einheitliche Strukturierung und Erschließung der Informationen in
den Untergruppen und ebenfalls ein einheitliches Layout vor. Das
Konzept, das die Struktur der Web-Präsentationen der Projekte
umfasst und die Inhalte der Gruppen und Untergruppen definiert, ist
unter dem URL http://www.math-net.org/MathInd/HelpFiles/konzept.html
zu finden. Für den Aufbau und die Pflege ihrer Web-Präsentationen
sind die Projekte verantwortlich.
5. Das Portal und zentrale Dienste
Das Portal http://www.mathematik-21.de,
das im zweiten Vortrag von R. Roggenbuck
vorgestellt wurde, soll umfassend Informationen über das
BMBF-Mathematikprogramm anbieten und die Informationen der
Web-Präsentationen der Projekte verfügbar machen. Die Web-Präsentationen
der Projekte sind also eng mit den zentralen Diensten verflochten. Das
Portal umfasst gegenwärtig:
- Übersichtslisten über die Projekte
- eine (Volltext-) Suche über alle Web Sites der Projekte
- ein Gesamtglossar der wichtigen Begriffe der Projekte.
Weitere Dienste sind im Aufbau bzw. in Planung:
- Expertendatenbank
- Produktdatenbank, in Zusammenhang mit den Initiativen zum Aufbau
einer Softwareplattform des DFG-Forschungszentrums "Mathematics for
key technologies" (Vortrag von U. Pöhle)
und des Referenzzentrums für mathematische Software (Oberwolfach)
(Vortrag von C. Gnörlich)
- Landkarte des BMBF-Mathematikprogramms
6. Stand
Ein fertiges Konzept für die Web-Präsentation des BMBF-Mathematikprogramms
liegt vor, die Werkzeuge zur Erstellung der Web-Präsentation sind
einsatzfähig, der Aufbau des Portals ist im Gange.
Für den Inhalt und die Qualität der Web-Präsentation des
BMBF-Mathematikprogramms sind Inhalt und Qualität der Web-Präsentationen
der Projekte entscheidend. Der derzeitige Umfang und die Qualität der
Web-Präsentationen der Projekte reichen nicht aus. Es bedarf einer
personellen Infrastruktur, um die Erstellung der Web-Präsentationen
der Projekte zu organisieren und zu koordinieren. Die Projekte sollen
Web-Beauftragte benennen, die für die Erstellung und Pflege der Web
Sites "ihrer" Projekte verantwortlich sind.
7. Diskussion, offene Fragen und Festlegungen
Das Konzept der Web-Präsentation des BMBF Mathematikprogramms fand bei
den Teilnehmern des Workshops breite Zustimmung. Es gab eine offene
Diskussion und eine Reihe konkreter Vorschläge zur Verbesserung der
Web-Präsentation. Diese betrafen
- Strukturierung des Portals:
Die Strukturierung der Homepage des Portals wird stärker an den
Interessen der Zielgruppen, insbesondere der Anwender aus Industrie
und Dienstleistungen orientiert. Die Informationen über das
Math&Industry Projekt wird in einem Unterpunkt gebündelt.
- Das Konzept für die Expertendatenbank/Ansprechpartner für Industrie und
Dienstleistungen:
Hierzu wurde folgende Festlegung getroffen: Diese Datenbank soll die
Personen aus Forschungsinstitutionen enthalten, die sich bereiterklärt
haben, Anfragen aus Industrie und Dienstleistungen zu
den Möglichkeiten des Einsatzes mathematischer Methoden und Verfahren in
bestimmten Anwendungsgebieten zu beantworten. Die Expertendatenbank ist
auch für Personen offen, die nicht am BMBF-Mathematikprogramm beteiligt
sind. Der Experte muss ausdrücklich erklären, dass er als Experte für ein
bestimmtes Gebiet zur Verfügung steht. Es wird ein Zusatzfeld im Formular
zur Erstellung der Homepage der Mitarbeiter eines Projekts eingerichtet,
in dem man seine Expertisefelder angeben kann (Auswahlfeld). Für die
Auswahlfelder wird vom ZIB zusammen mit den Web-Verantwortlichen der
Projekte bis zum 15.11.2004 ein erster Vorschlag erarbeitet.
- Mathematische Formeln in der Web-Präsentation
Hier soll überprüft werden, inwieweit im Netz verfügbare Software genutzt
werden kann, um MathML-formatierte Formeln in den Web-Präsentationen der
Projekte zu erzeugen.
- Sprache der Web-Präsentation
Als Sprache für die Web-Präsentation war deutsch vereinbart. Die Werkzeuge
werden so aufgerüstet, dass künftig parallel dazu auch englische Seiten
erstellt werden können.
- Aktualisierung und Pflege der Web-Präsentation
Es wird vorgeschlagen, ein grundlegendes Update der Informationen
mindestens einmal jährlich (Vorschlag zum Zeitpunkt der Zwischenberichte)
zu aktualisieren.
- Eingabeunterstützung
Es werden Möglichkeiten überprüft, Informationen aus zentralen Diensten
in die Web-Seiten der Projekte zu übernehmen (insbesondere aus dem
zentralen Glossar und der Expertendatenbank).
- Für die Verbesserung der Web-Präsentationen der Projekte gab es konkrete
Anregungen, die die Informationen in einzelnen Feldern präzisieren.
Diese werden eingearbeitet.
- Kommunikationsplattform
Es wird ein E-Mail Liste der Web-Verantwortlichen aufgebaut. Diese Liste
wird über Neuerungen, die die Web-Präsentation des BMBF-
Mathematikprogramms betreffen, informieren und soll zudem zur Diskussion
aller diesbezüglichen Fragen dienen.

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